Bildungsintegration vulnerabler Gruppen: Zur Situation der Kinder und Eltern in Gemeinschaftsunterkünften

Bildungsintegration vulnerabler Gruppen: Zur Situation der Kinder und Eltern in Gemeinschaftsunterkünften

In ihrem Orientierungsrahmen widmet das Referat für Jugend, Familie und Soziales die neunte Leitlinie dem Themenfeld „Zuwanderung gestalten, interkulturelle Vielfalt leben“. Unter anderem wird dort als Handlungsfeld definiert, durch eine stabile und koordinierte Unterstützung von Geflüchteten „die Integrationsarbeit bereits in den Gemeinschaftsunterkünften“ beginnen zu lassen und „Zugänge zu Beschäftigung und Bildung“ zu ermöglichen.

In diesem Rahmen führt die Regiestelle für Flucht und Integration halbjährliche Monitoring-Gespräche mit den Sozialdiensten der Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete durch. Diese Datengrundlage ermöglicht den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern einen empirisch fundierten Einblick in die Situation der Nürnberger Gemeinschaftsunterkünfte und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Anlass genug, im Rahmen dieses Blogs einige der gewonnenen Erkenntnisse zur Bildungssituation der Menschen in den Unterkünften vorzustellen. In diesem Artikel widmen wir uns zunächst dem Bereich der Frühkindlichen Bildung.

Wie sehr verschiedene Bildungs- und Lebensbereiche sich gegenseitig bedingen, hat der bisherige Pandemieverlauf deutlich vor Augen geführt. Dabei kann der Frühkindlichen Bildung eine Art Schlüsselfunktion zugeschrieben werden, da sie Eltern vorübergehend der Betreuungspflicht enthebt und ihnen dadurch erst ermöglicht, selbst an Bildungsangeboten und am Erwerbsleben teilzuhaben. Aus den Monitoring-Gesprächen ergibt sich, dass „Beschäftigung mit Kinderbetreuung“ die häufigste Ursache dafür ist, warum Sprachkurse und andere Bildungsangebote nicht wahrgenommen werden. In der aktuellsten Befragungsrunde wurde zudem Kinderbetreuung von den betroffenen Eltern noch häufiger als Grund genannt, warum sie nicht an tagestrukturierenden Maßnahmen wie beispielsweise Sprachkursen oder anderen Bildungsangeboten teilnehmen (Abbildung 1). Es ist zu vermuten, dass die infektionsschutzbedingten Einschränkungen in der Frühkindlichen Bildung für diesen Anstieg ursächlich sind. Neben der Betreuung von Kindern spielen vor allem gesundheitliche Gründe eine wichtige Rolle, warum Geflüchtete nicht an tagesstrukturierenden Aktivitäten und Bildungsangeboten teilnehmen.

Abbildung 1: Gründe für Nichtteilnahme an tagesstrukturierenden Aktivitäten im Zeitverlauf, Befragungen 2. Halbjahr 2019, 1. Halbjahr und 2. Halbjahr 2020
Anmerkung: Mehrfachnennungen waren möglich; n=2-2019: 831; 1-2020: 884; 2-2020: 944 Personen zwischen 16 und 64 Jahren ohne tagesstrukturierende Aktivitäten; Zusätzlich wurden in der Befragung einige Nennungen angegeben, in denen die konkrete Anzahl der Personen nicht bekannt war. Diese sind hier nicht dargestellt.
Quelle: Stadt Nürnberg; Referat für Jugend, Familie und Soziales, Regiestelle Flucht und Integration

Aus den Gesprächen mit den Sozialdiensten ergab sich für die zweite Hälfte des Jahres 2020 eine Gesamtzahl von 85 Kindern mit einem Krippen- und 236 mit einem Kindergartenplatz (Abbildung 2). Bezogen auf die Gesamtzahl der in Gemeinschaftsunterkünften wohnenden Kinder entspricht das einem Anteil von etwa einem Drittel bei den Kleinsten und damit etwa dem Verhältnis unter allen Kindern in Nürnberg. Im Kindergartenalter von drei bis sechs Jahren besuchten etwa zwei Drittel der in Gemeinschaftsunterkünften lebenden Kinder eine Betreuungseinrichtung. Hier lag der Schnitt für Gesamt-Nürnberg mit 88,3 Prozent deutlich höher.

Abbildung 2: Kinder in frühkindlichen Bildungseinrichtungen in städtischen und staatlichen Gemeinschaftsunterkünften, Befragung 2. Halbjahr 2020
Anmerkung: Für die Gesamtzahl zum Krippenalter wurden  0- bis unter 3-Jährige angegeben und für die Kindergärten 3- bis unter 6-jährige Kinder. Die Darstellung stellt die Situation insofern nur Näherungsweise dar, da im Kindergarten je nach Einschulungstermin auch 6-jährige Kinder betreut werden.
Quelle: Stadt Nürnberg; Referat für Jugend, Familie und Soziales, Regiestelle Flucht und Integration

Insgesamt ist der Anteil der Kinder in Institutionen Frühkindlicher Bildung etwas geringer als in der Gesamtbevölkerung und im Laufe des vergangenen Jahres leicht gesunken. Dabei leistet die Frühkindliche Bildung und Betreuung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen Entwicklung der Kinder, sondern ermöglicht es auch den Eltern an Bildungs- und Sprachbildungsangeboten teilzunehmen. Hinzu kommen die positiven Nebeneffekte, die sich aus der Nutzung von Kindertagesstätten für den Integrationsprozess der Eltern ergibt, wie beispielsweise der häufigere Kontakt zu anderen Familien (vgl. Gambaro et al. 2019). Die infektionsschutzbedingten Einschränkungen in der Frühkindlichen Bildung und Betreuung erweisen sich somit oft als Hemmschuh für die Bildungsintegration der ganzen Familie. Sollten diese Einschränkungen im Verlauf der Pandemie weiter verschärft werden müssen, sollte daher die Gewichtung der Bildungsbedarfe von Menschen in Gemeinschaftsunterkünften besonders geprüft werden, etwa wenn es um den Zugang zu Notbetreuungsplätzen geht.


Quellen:

DIW Wochenbericht, Nr. 44, 2019, Ludovica Gambaro, Guido Neidhöfer und C. Katharina Spieß: Kita-Besuch von Kindern aus nach Deutschland geflüchteten Familien verbessert Integration ihrer Mütter.

Stadt Nürnberg, Referat für Jugend, Familie und Soziales, 2016: Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Jugend-, Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik; https://www.nuernberg.de/internet/sozialreferat/referat.html

Inklusion in den Beruf: Passgenaue Arbeitsplätze sind das Ziel

Inklusion in den Beruf: Passgenaue Arbeitsplätze sind das Ziel

Access berät und unterstützt Menschen mit Behinderungen bei der Inklusion ins Arbeits- und Berufsleben. Dazu arbeitet der Fachdienst Access mit Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, Schulen, Arbeitsagenturen, Jobcentern und Werkstätten für behinderte Menschen zusammen. Access initiiert immer wieder auch neue Projekte, um Strukturen zu verbessern. Erfahrungen in der beruflichen Inklusion bestehen bereits seit 1993. Andrea Seeger ist Geschäftsführerin der ACCESS – Inklusion im Arbeitsleben gemeinnützige GmbH und spricht im Interview mit dem Bildungsbüro über Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung und ihre Erfahrungen bei der Eingliederung von Menschen in eine regelmäßige Arbeit.

Frau Seeger, „Inklusion“ ist doch mittlerweile in aller Munde. Ist es da nicht „überholt“ noch spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung zu machen?

„Inklusion ist in aller Munde?“ Das nehme ich nicht so wahr. Aus meiner Erfahrung trifft diese Aussage für die professionelle Welt zu. Politisch Verantwortliche, Kostenträger und Menschen, die in der sogenannten Behindertenhilfe arbeiten, wissen über Inklusion grundsätzlich Bescheid. Doch selbst hier wird das Thema nicht immer gelebt. Wie lässt es sich sonst erklären, dass es zum Beispiel immer noch sehr gute stationäre Strukturen gibt und alternative Angebote noch wenig entwickelt sind?!

Von den Bürger*innen wird Inklusion eher im Zusammenhang mit Menschen mit Fluchthintergrund verstanden, als mit Menschen mit Behinderungen.
Außerdem muss noch mehr klar werden, dass Inklusion gemäß der Behindertenrechtskonvention meint, auch die Umgebungsbedingungen auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen mit Behinderungen anzupassen. Es ist also weiterhin eine aktive Arbeit, hier zu sensibilisieren und zu motivieren. Access hat in diesem Prozess eine Steuerungsfunktion, indem wir gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen erarbeiten, damit alle davon einen Nutzen haben und Inklusion tatsächlich gelingt. Es ist tagtäglich eine herausfordernde und spannende Aufgabe.

Wie vielen Menschen mit Bedarfen können Sie ein konkretes Unterstützungsangebot machen und wie kommen die Menschen zu Ihnen?

Wir unterstützen derzeit ca. 300 Menschen mit Behinderungen/Beeinträchtigungen und besonderen Unterstützungsbedarfen im Arbeitsleben Fuß zu fassen. Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter arbeiten eng mit uns zusammen. Außerdem haben wir Kooperationsvereinbarungen mit Schulen und mit Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in der Region. Zusätzlich können sich auch Betroffene und ihre Angehörigen direkt an uns wenden und wir suchen dann aktiv nach Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Wenn es nach Abschluss des Arbeitsvertrags um Arbeitsplatzsicherung im Rahmen einer Berufsbegleitung geht, können wir als Kooperationspartnerin des Integrationsfachdienstes über das Inklusionsamt beauftragt werden.

Access betreut u.a. Jugendliche mit besonderen Bedarfen am Übergang Schule-Ausbildung. Der ist für viele junge Menschen – mitten in der Pubertät – ein schwieriger Schritt. Was hilft Ihrer Erfahrung nach hier am meisten?

Ich glaube, dass uns hier eine sehr wichtige Rolle in der Begleitung der Jugendlichen zukommt: Zunächst ist es immer der grundsätzliche Glaube, dass jede*r Fähigkeiten und Entwicklungspotentiale hat. So gelingt es, dass das Selbstvertrauen der Schüler*innen wachsen kann. Sie dürfen sich ausprobieren in realen betrieblichen Situationen durch Langzeitpraktika. Sie können sich so in neuen Rollen erproben und erleben, dass sie wichtige Arbeit tun, für die sie bestenfalls Lob und Anerkennung bekommen. Wir versuchen auch, die Schüler*innen dahingehend zu sensibilisieren, dass es nicht schlimm ist, Fehler zu machen, sondern daraus zu lernen. Niemand ist perfekt! Die Praktika werden sehr eng durch unsere Jobcoaches im Betrieb begleitet. Unsere Teilnehmenden erleben eine wohlwollende und unterstützende Begleitung, die sie ernst nimmt. Ein wöchentlicher Austausch mit den Kolleg*innen und Verantwortlichen in den Betrieben ist ebenso wichtig, damit gemeinsam daran gearbeitet werden kann, wie eine dauerhafte Inklusion als Ausbildungs-/Arbeitsverhältnis forciert werden kann. 

Auch für Erwachsene unterstützen Sie eine „Eingliederung“ in eine regelmäßige Beschäftigung. Wo sind hier erfahrungsgemäß die Knackpunkte?  Was brauchen Menschen mit Handicap, um möglichst selbstbestimmt einer sinnstiftenden Arbeit nachgehen zu können?

Wenn Erwachsene mit Beeinträchtigungen zu uns kommen, bringen diese meist bereits einen großen Rucksack an Erfahrungen mit. Oft liegen hier auch viele Misserfolgserlebnisse vor, die Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben. In unserer Arbeit geht es zu Beginn erst einmal darum, mit unseren Teilnehmer*innen Schätze zu heben, im Sinne von Kompetenzen, Fähigkeiten und Ressourcen. Wir erfassen auch informell Erlerntes, vor allem wenn keine Berufsabschlüsse vorliegen. Natürlich beleuchten wir auch die Stolpersteine, die bislang einer beruflichen Inklusion im Wege standen und suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, diese zu bearbeiten. Es ist oft sehr berührend, wenn Menschen erleben, dass sich jemand wirklich für sie interessiert, ihnen etwas zugetraut wird. Die Menschen brauchen Zeit für Entwicklung und eine professionelle Begleitung. Darum ist es wichtig, dass diese Personen eine länger andauernde Unterstützung von ihrem Kostenträger finanziert bekommen. Förderlich ist auch ein individuell mit ihnen abgestimmtes Vorgehen bei Arbeitserprobungen.

Das letzte Jahr wurde von den Auswirklungen der Covid19-Pandemie geprägt. Welche Entwicklungen waren hier für die Zielgruppe der Menschen mit Behinderung besonders schwierig?

Das Pandemie-Jahr 2020 hatte natürlich grundsätzlich auf viele Menschen in Deutschland gravierende Auswirkungen. Bestimmte Branchen im Arbeitsmarkt waren wirtschaftlich besonders betroffen. Manche zum Nachteil zum Beispiel die Gastronomie, andere zum Vorteil, zum Beispiel der Lebensmittelhandel. Für uns waren erhöhte Anstrengungen in der Akquise von Betrieben nötig, da viele Betriebe aufgrund ihrer Schutz- und Hygienekonzepte keine Erprobungs-Arbeitsplätze mehr anboten. Dazu kam, dass im Bereich Büro/Verwaltung kaum Betriebe gefunden wurden, da sich viele Mitarbeitende im Mobilen Office befanden. Unsere Teilnehmenden hat auch der Lockdown im Frühjahr 2020 besonders getroffen, da wir unsere Präsenztreffen auf Online-Formate umstellen mussten und nicht alle über die entsprechende Soft- und Hardware sowie das nötige Know-How im Umgang mit Online-Plattformen verfügten. So konnten wir teilweise nur telefonisch Kontakt halten. Derzeit haben wir leider eine Wiederholung dieser Situation durch die neuen Regelungen.

Der Bereich „Inklusion“ ist komplex. Sie müssen „Netzwerker/-innen“ sein und die Kompetenz von zahlreichen Institutionen zusammenbringen, um den Beratenden zu helfen. Wo sehen Sie hier Erfolge?

Netzwerken ist essentiell für unsere Arbeit. Es bedarf immer vieler Akteur*innen, wenn es um das Thema Inklusion geht und zwar für jede einzelne Person, die von uns unterstützt wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gutes Netzwerken immer mit den einzelnen Menschen in den Institutionen zusammenhängt und damit, ob sie einen Willen zur Veränderung und den Mut Neues zu wagen haben. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist nötig, bei der sich die Beteiligten an Lösungen orientieren und sich trauen, alte Pfade im Sinne von „das haben wir schon immer so gemacht“ zu verlassen. Nur so können sich Strukturen verbessern und die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen steigern. Wir erweitern unsere Netzwerke stetig, sind neugierig und lernen hier immer viel dazu.

Access hat auch ein Beratungsangebot für die Zielgruppe der geflüchteten Menschen mit Behinderung: ein „Jobbegleiter“ soll unterstützen. Warum braucht es hier ein spezifisches Vorgehen?

Menschen mit Fluchthintergrund haben i. d. R. mit multiplen Problemlagen zu tun, wie zum Beispiel Traumatisierung, Entwurzelung, Existenzängsten, keine anerkannten Berufsabschlüsse, Sprachbarrieren. Liegt zusätzlich auch noch eine Behinderung vor, ist es ungemein schwerer im Arbeitsmarkt anzukommen. Hier sind wir als Expert*innen gefragt, die sich auskennen, auch im besonderen Dschungel des Förderrechts.

Die Stadt Nürnberg hat sich auf den Weg gemacht, die UN-Behindertenrechtskonvention mit Hilfe eines „Aktionsplans“ in die kommunale Praxis umzusetzen. Was ist ihr Tipp: Wo anfangen?

Das ist eine umfassende Frage. Ich konzentriere mich bei meiner Antwort auf das Thema „Die Stadt Nürnberg als Arbeitgeberin“. Auch Menschen mit Behinderungen mit entsprechenden Schul- sowie Berufsabschlüssen werden von der Stadt beschäftigt und bringen gute Arbeitsleistungen. Viele der von uns unterstützten Teilnehmer*innen können die in den Stellenausschreibungen beschriebenen Anforderungen aber nur teilweise erfüllen. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil es behinderungsbedingte Grenzen gibt. Wir bräuchten hier mehr „passgenaue Arbeitsplätze“, die es in einem guten Miteinander zu entwickeln gilt. Das ist nämlich mit Inklusion gemeint: Alle bewegen sich aufeinander zu. Wir sind dazu bereit!


Hintergrundinformationen: Die Statistik kann Inklusion vor allem durch die sogenannte „Ist-Quote“ abbilden. Die Quote bei den öffentlichen Arbeitgebern liegt grundsätzlich erheblich über der der privaten. In Nürnberg liegt sie mit 9,8% noch einmal weit über dem Bundesdurchschnitt (2018: 6,5%), weil große Bundesbehörden mit Sitz in Nürnberg beinhaltet sind.

Abbildung 1: Ist-Quote der Beschäftigten mit Schwerbehinderung in Nürnberg nach Sektoren, 2014 bis 2018
Definition: Die Ist-Quote gibt den Anteil der schwerbehinderten, gleichgestellten oder sonstig anrechnungsfähigen Personen in dem jeweiligen Anzeigejahr pro Arbeitgeber, gemessen an allen zu zählenden Arbeitsplätzen an.
Anmerkung: Bei den schwerbehinderten, gleichgestellten oder sonstigen anrechnungsfähigen Beschäftigten, die im Anzeigeverfahren gemeldet werden, handelt es sich nicht ausschließlich um sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Es können ebenso Beamte darunter vertreten sein. Auch selbständige Arbeitgeber haben sich zu melden und sind daher in der Beschäftigtenzahl enthalten. Personen nach Ort des Beschäftigungsbetriebes.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Statistik aus dem Anzeigeverfahren gemäß SGB IX


Titelfoto: © ACCESS – Inklusion im Arbeitsleben gemeinnützige GmbH.

Lehrkräfte im Distanzunterricht – Befunde der bundesweiten Umfrage „Das Deutsche Schulbarometer“

Lehrkräfte im Distanzunterricht – Befunde der bundesweiten Umfrage „Das Deutsche Schulbarometer“

Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen wurde der Corona-Lockdown Anfang des Jahres in ganz Deutschland verlängert. Für die meisten bayerischen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler findet mindestens bis Mitte Februar Distanzunterricht statt. Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 gibt es eine Notbetreuung. Diese Woche kehrte der Großteil der Abschlussklassen der Gymnasien, Fachoberschulen, Berufsoberschulen sowie der Berufsschulen, bei denen Ende März die Abschlussprüfungen beginnen, zum Wechselunterricht zurück.

Aktuelle Befragung aus Sicht der Lehrkräfte

Aktuelle Befragungsergebnisse des Deutschen Schulbarometers zeigen Veränderungen und Herausforderungen aus Sicht der Lehrkräfte. Im April 2020 wurde für das Deutsche Schulbarometer Spezial zur Corona-Krise eine repräsentative Befragung mit 1.015 Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen in ganz Deutschland durchgeführt. Die Befragung wurde im Dezember 2020 wiederholt, wodurch datengestützte Aussagen zur Entwicklung der Schulen während der Corona-Pandemie möglich sind.

Diejenigen Lehrkräfte, die Anfang Dezember 2020 bereits überwiegend im Wechsel/Hybrid- oder Fernunterricht gearbeitet hatten, wurden gefragt, welche für sie die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Distanzunterricht darstellten (Tabelle 1). Die überwiegende Mehrheit der Befragten sah eine „mittlere“ oder „große“ Herausforderung* darin, die Schülerinnen und Schüler generell zu erreichen (73 %). Für jeweils 86 % der Lehrkräfte war es herausfordernd, die Schülerinnen emotional insbesondere in Problemlagen zu unterstützen und zu motivieren und auf den Einzelnen zugeschnittene Rückmeldungen zu geben. Die Bereitstellung individualisierter Arbeitsaufträge wurde von 83 % der Lehrkräfte als Herausforderung gesehen. Für drei Viertel (73 %) der Befragten stellte die Durchführung von (Abschluss-)Prüfungen eine Herausforderung dar.

Tabelle 1: Größte Herausforderungen im Wechsel-, Hybrid- bzw. Fernunterricht, Dezember 2020

Quelle: Das Deutsche Schulbarometer Spezial Corona-Krise: Folgebefragung; Ergebnisse einer Befragung von Lehrerinnen und Lehrern an allgemeinbildenden Schulen im Auftrag der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der ZEIT.
1) An 100 Prozent fehlende Werte = „weiß nicht/keine Angabe“
* Im vorliegenden Text wird als „Herausforderung“ bezeichnet, wenn die Befragten die jeweiligen Aspekte als „große Herausforderung“ oder als „mittlere Herausforderung“ genannt haben.

Zu Beginn der Schulschließungen im Frühjahr 2020 fehlte es vielen Schulen an grundsätzlichen Dingen, wie z.B. Lernplattformen oder Videokonferenz-Tools, um mit dem Distanzunterricht beginnen zu können. 66 % der befragten Lehrkräfte vermissten Unterstützung bei der Organisation und der Gestaltung von Hybrid- und Fernunterricht. Fehlende Qualifikationen bei der Umsetzung neuer Aufgaben wurden von 44 % bemängelt.

Mehrheit der Schulen nutzt Lern- und Arbeitsplattformen für den Distanzunterricht

Zum Stand Dezember 2020 hatte die überwiegende Mehrheit (78 %) der Schulen laut Schulbarometer eine Lernplattform. 73% kommunizierte im Distanzunterricht mit den Schülerinnen und Schüler sowie den Eltern darüber. Zum Vergleich: Im April 2020 hatten 45 % der befragten Lehrkräfte eine Lernplattform zur Kommunikation mit Schüler/innen und Eltern genutzt. Dabei lassen sich Unterschiede zwischen den Schularten beobachten: Laut der Befragung gab es im Dezember 2020 an 98 % der Gymnasien eine Lernplattform, bei Grundschulen und Förderschulen lag der Anteil bei nur knapp 60 %. Auch bei der Ausstattung mit digitalen Medien zeigen sich Unterschiede: Im Dezember stimmten 38 % der befragten Lehrkräfte der Aussage zu, dass ihre Schule hinsichtlich der Technik und der Ausstattung mit digitalen Medien (sehr) gut auf den Distanzunterricht vorbereitet sei. An Förder- und Grundschulen lag der entsprechende Wert bei lediglich 18 bzw. 27 %.

Schulen haben sich im Online-Unterricht weiterentwickelt

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass sich die Schulen beim Online-Unterricht und der Nutzung von digitalen Tools seit dem Frühjahr 2020 weiterentwickelt haben. Befunde aus dem Schulbarometer lassen die Vermutung zu, dass viele Lehrkräfte sich auf die Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, einlassen. So waren 44 % der befragten Lehrkräfte der Meinung, dass die Corona-Krise langfristig zu positiven Veränderungen an ihrer Schule führen wird. 69 % der Befragten haben seit dem Frühjahr 2020 neue Methoden oder Ansätze im Unterricht ausprobiert, die sie auch in Zukunft anwenden wollen.

Ein weiterer Befund ist, dass die technischen Voraussetzungen und die Ausstattung mit digitalen Medien sich teilweise deutlich zwischen den Schularten unterscheiden. Wichtig ist nun, dass aus den gewonnenen Ideen und Erfahrungen, die in den vergangenen Monaten gemacht wurden, nachhaltige Konzepte entstehen, die alle Schülerinnen und Schüler erreichen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder der besuchten Schulart.

Lehrerfortbildungen in Nürnberg – Nachfrage im Bereich Digitales Lehren & Lernen besonders groß

Um den Nürnberger Lehrkräften den Umgang mit den aktuellen Herausforderungen zu erleichtern gab und gibt es verschiedene Angebote des städtischen Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN). Im Bereich Fachfortbildungen wurden vor allem Veranstaltungen rund um das Thema Digitales Lehren und Lernen stark nachgefragt, auch in Form von schulinternen Fortbildungen sowie dem neuen Format von online-Sprechstunden. Darüber hinaus gab es auch Angebote zu den Themen „Verschwörungstheorien um Covid-19“ oder auch Lehrergesundheit. Von März bis Dezember 2020 waren über 7.000 Teilnehmende zu verzeichnen. An einer Abfrage unter Lehrkräfte bei den Digitalen Fortbildungstagen im Dezember 2020 nahmen 160 Personen teil. Dabei zeigte sich ein reges Fortbildungsverhalten zum Thema „Digitale Medien“ im Schuljahr 2019/20, 38,5 % hatten mehr als fünf Fortbildungen besucht. 


Quellen:

Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Deutschförderung an bayerischen Grund- und Mittelschulen (3.2.21): https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/7047/faq-zum-unterrichtsbetrieb-an-bayerns-schulen.html

Das Deutsche Schulportal (Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der ZEIT):  https://deutsches-schulportal.de/unterricht/bildungsfoederalismus-schulschliessungen-wie-werden-die-aufgaben-im-fernunterricht-bewertet/

Das Deutsche Schulportal: https://deutsches-schulportal.de/expertenstimmen/das-deutsche-schulbarometer-hurrelmann-dohmen-corona-krise-verstaerkt-bildungsungleichheit/

forsa (2020): Das Deutsche Schulbarometer Spezial Corona-Krise: Folgebefragung. Ergebnisse einer Befragung von Lehrerinnen und Lehrern an  allgemeinbildenden Schulen im  Auftrag der Robert Bosch Stiftung in  Kooperation mit der ZEIT.

Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN)

12. Nürnberger Bildungskonferenz am 13.11.2020

12. Nürnberger Bildungskonferenz am 13.11.2020

Am 13. November fand die 12. Nürnberger Bildungskonferenz „Bildung 2020: Bildungspraxis unter besonderen Bedingungen“ statt. Dabei wurden Daten, Analysen und Einschätzungen zum Stand der Bildung in dieser besonderen Zeit zur Debatte gestellt. Politik und Fachpraxis diskutierten im Historischen Rathaussaal die Herausforderungen und Lösungsansätze für die verschiedenen Bildungsbereiche. Aufgrund der Rahmenbedingungen wurde die Bildungskonferenz 2020 als Online-Veranstaltung durchgeführt und sie wurde als Livestream aus dem Historischen Rathaussaal übertragen.

Den Hauptvortrag der 12. Bildungskonferenz von Prof. Dr. Kai Maaz, geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, können Sie sich hier noch einmal ansehen: Bildungskonferenz 2020: Hauptvortrag von Prof. Dr. Kai Maaz

Eine Dokumentation zur Konferenz finden Sie in unserem Newsletter „Bildung im Blick“.

Lustvoll auf Abstand – Kulturpädagogik und -produktion in Zeiten der Pandemie

Lustvoll auf Abstand – Kulturpädagogik und -produktion in Zeiten der Pandemie

Der Kulturbetrieb ist von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen und mit ihr die kulturelle Bildung. Anja Sparberg leitet die kulturpädagogische Abteilung des Staatstheaters Nürnberg. Im Interview mit dem Nürnberger Bildungsbüro äußert sie sich zu spannenden Erfahrungen, veränderten Formaten und zur Hoffnung auf die Rückkehr der Kulturarbeit in Präsenz.

Frau Sparberg, wie ist die Abteilung Theaterpädagogik in den großen Komplex Staatstheater eingebunden und was heißt das für Ihre Arbeit?

Theaterpädagogik ist Querschnittsaufgabe. Wir sind zuständig für die Vermittlung aller Sparten. Bei der Gestaltung der Projekte und Kooperationen in der Stadt sind wir sehr frei und da vertraut man mir, dass das eine logische Verbindung zur Arbeit des Staatstheaters hat.

Dabei arbeiten Sie ja mit unterschiedlichen Partnern zusammen. Was sind das für Kooperationen?

Zunächst einmal haben wir alle Schularten in Nürnberg und Umgebung als Kooperationspartner sowie Vorschulen, Kindergärten sowie bestimmte Studiengänge, die Musikschule und das Bildungszentrum. Das sind teilweise eher kurze Impulse, die wir da geben, teils längere Kooperationen. Dazu kommt dann der Fortbildungsbereich, das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie (IPSN) oder die Akademie für Schultheater und performative Bildung der Uni Erlangen-Nürnberg.

Außerdem haben wir unsere Klubs, das ist für die Teilnehmenden Freizeit, ein Hobby. Die Jugendlichen verfolgen das zum Teil mit großem Ernst, weil einige von ihnen auch Schauspielerinnen oder Schauspieler werden wollen. Dann gibt es die Gruppe Plus Minus 50, das ist ja eine schöne Zeit, in der man sich vielleicht nochmal ausprobieren möchte. Daneben haben wir den inklusiven Klub und den Samstagsklub. Ab 2015 haben wir spezielle Formate für Geflüchtete angeboten, die dann im Samstagsklub bis letzte Spielzeit weitergeführt wurden.

Manches ist also eher rezeptiv, andere Angebote eher partizipativ?

Ja, wir machen zum Beispiel viele Führungen oder Besuche mit Vor- und Nachbereitung, die sind eher rezeptiv. W-Seminare in der Oberstufe des Gymnasiums finden eher in Gesprächszusammenhängen statt. Wir machen aber auch ein bis zwei P-Seminare (ebenfalls an Gymnasien) pro Spielzeit. Zu Hans Litten gab es ein Projekt, zu ihm haben wir ein Theaterstück und eine eigene Inszenierung auf die Beine gestellt.

Kann es sein, dass man den Namen aus der TV-Serie Babylon Berlin kennt?

(lacht) Ja, das ist der junge Anwalt, der sich Adolf Hitler zum persönlichen Feind gemacht hat. Die Schülerinnen und Schüler des Peter-Vischer-Gymnasiums haben selbständig dazu recherchiert und haben lang mit Patricia Litten gesprochen. Patricia Litten – selbst Schauspielerin – hat in dem Theaterstück ihre eigene Großmutter gespielt, sie lebt hier in Nürnberg.

Inwiefern mussten oder konnten Sie Ihre Arbeit an die schwierigen Bedingungen anpassen, die sich Ihnen durch die Pandemie stellen?

Nun ja, beispielsweise haben wir bei einem Projekt, das eigentlich als Theaterstück geplant gewesen war, auf das Format des Hörspiels gewechselt, das mit filmischen Momenten ergänzt wird. Dabei ging es um eine Arbeit im Kontext der Kulturhauptstadt mit der Veit-Stoß-Realschule. Als klar wurde, dass wir das nicht wie geplant aufführen können, war die Enttäuschung zunächst groß. Und um einen Weg zu finden, das gut zu Ende zu bringen, sind wir auf das Format Hörspiel umgeschwenkt. Mein Kollege wird unter relativ komplizierten Bedingungen die Aufnahmen mit den Jugendlichen durchführen, weil das ja an den Schulen getrennt voneinander passieren muss.

Wir machen auch Digitalchorarbeit im Rahmen unseres Klublebens. Wie wir uns im März, April abgemüht haben, auf unterschiedlichsten Plattformen, um Sound herzukriegen! Die Lösung war dann, die Noten zu verteilen, mein Kollege spielt am Klavier und die Chormitglieder singen stummgeschaltet. Das macht denen total Spaß, weil sie zuhause singen können, wie sie wollen. Und weil er ein sehr guter Gesangslehrer ist, sieht er auch ohne sie zu hören, wo die sich hinbewegen und wo Probleme bestehen. Falls nötig gibt es auch die Möglichkeit, dass mal jemand alleine singt und man daran arbeitet.

Wir haben in der Corona-Situation eine starke Trennung zwischen Beruf auf der einen und Freizeit und Hobby auf der anderen Seite, wenn es um Infektionsschutzregelungen geht. Inwiefern hat sich das in Ihrer Arbeit niedergeschlagen?

Das hat eine große Rolle gespielt, wir haben hier einen strengen Arbeitsschutz. Im März, April und im Mai haben wir tatsächlich nur digital gearbeitet. Im Juni und Juli konnten wir uns wieder treffen, weil unsere Angebote unter Erwachsenenbildung laufen konnten. Die Premiere des Stücks vom Jugendklub im Juli hier draußen auf dem Vorplatz, da durften immer nur vier Leute von insgesamt 14 gleichzeitig auf der Bühne sein und das haben wir auch super geschafft.

Und wie war das bei den Proben? Man darf sich dann ja auch nicht zu nahekommen. Liebesszenen sind damit schon mal schwierig.

Genau! Hatten wir aber so nicht. Interessanterweise liegt beim Theaterspielen die Spannung auch im Abstand. Bei den Proben haben wir ja auch draußen gearbeitet und dabei habe ich mich auf theaterpädagogische Übungen konzentriert, die sehr lustvoll auf Abstand gingen. Und man konnte deutlich sehen, wie wichtig es den Jugendlichen war, wieder miteinander zu spielen, sich zu sehen. Dieser Hunger nach Zusammensein war mehr als spürbar.

Der ruckartige Digitalisierungsschritt im Frühjahr hat verschiedensten Bildungsanbietern viel abverlangt und teilweise gab es auch das Problem, dass Leute bei diesem Schritt ins Digitale verloren gegangen sind. Wie sind Sie im Staatstheater und persönlich damit umgegangen?

Sagen wir so: Für mich war das auch ein Crashkurs im März. Ich gehöre noch zu der Generation, die von der Schreibmaschine auf den Computer umgestiegen ist. Aber die Jugendlichen haben mir bei diesem Umstieg total geholfen. Da habe ich viel gelernt für die anderen Kurse und Klubs. Um nicht Einzelne zu verlieren, habe ich dort, wo ich gemerkt habe, es wird schwierig, viel telefoniert; wir haben dann teilweise parallel über verschiedene Plattformen gearbeitet und kreative Aufgaben ausgetauscht. Damit niemand verloren geht, war es aber auch wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben. Wir haben uns gesagt, wir haben das Stück jetzt bis hierhin entwickelt und wir werden daraus entweder einen Film machen oder das Stück zeigen. Ich kann sagen, wir haben niemanden verloren. Allerdings haben wir in den Klubs natürlich auch nicht die Menge an Leuten wie beispielsweise das Bildungszentrum, bei uns ist ja alles viel überschaubarer.

Erwarten Sie bleibende Schäden für die Kultur und die Kulturpädagogik in Nürnberg?

Nun ja, zum Teil haben wir das ja schon. Der Konzertsaal wird erst mal nicht gebaut. Ich glaube, wir werden das schon sehr massiv spüren. Wir haben beispielsweise einen Kollegen, der arbeitet „halb frei“ und dem bricht alles aus seiner freien Tätigkeit weg.

Es gibt auch die jungen Leute, die jetzt gerade durchstarten und denen man immer gesagt hat: „Euch nimmt man doch mit Kusshand!“ Und dann kommt diese große Kränkung, dass sie ein halbes oder ganzes Jahr so überhaupt nicht dürfen. Dazu kommt dann noch diese Diskussion um diese Systemrelevanz. Ich glaube schon, dass manche dann sagen, ich such‘ mir jetzt etwas, wo mir das nicht mehr passieren kann.

Wäre es auch möglich, dass Kultur danach einen anderen Stellenwert bekommen wird?

Klar. Trotz aller Euphorie über die Digitalisierung konnten wir jetzt im Schnellversuch sehen, was geht und was uns frustriert. Und ich glaube, wir haben schon auch gemerkt, dass der Mensch den persönlichen Kontakt braucht, auch die Anwesenheit, das Körperliche, die Wahrnehmung im Raum. Ich denke, daraus kann man schon seine Schlüsse ziehen und dass die Leute unsere Angebote wieder sehr gern in Anspruch nehmen werden.

Dieser Hoffnung schließen wir uns an und danken herzlich für das Interview.

Titelfoto: © Pedro Malinowski.